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1. Rubin-Fluoreszenz

Der Druck wird aus der Verschiebung der R1-Fluoreszenzlinie des Rubins bestimmt, dem am weitesten verbreiteten Druckstandard in Diamantstempelzellen-Experimenten. Wählen Sie oben im Hauptfenster Rubin-Fluoreszenz.

Rubin-Fluoreszenz-Modus

Arbeitsablauf

  1. Laden Sie ein Fluoreszenzspektrum (siehe Spektren und Fitting), oder geben Sie die R1-Wellenlänge direkt in das Feld R1 ein (in nm).
  2. Ist ein Spektrum geladen, fittet PressureCalculator die R1- und R2-Linien im Fitting-Bereich (Pseudo-Voigt-Profile mit linearem Untergrund) und zeigt die gefitteten Peakpositionen und -breiten im Feld Fitting-Informationen an.
  3. Legen Sie die Referenzbedingung (die R1-Wellenlänge R1₀ bei Nulldruck) in der Gruppe Referenzbedingung fest. Aktuelles R1 übernehmen kopiert das aktuell gefittete R1 in das Referenzfeld.
  4. Der mit jeder Rubinskala berechnete Druck wird in der Gruppe Druckberechnung angezeigt (in GPa).

Rubinskalen

Der Druck wird berechnet als

\[P = \frac{A}{y}\left[\left(\frac{R1}{R1_0}\right)^{y} - 1\right]\]

mit den folgenden Parametersätzen (die Koeffizienten sind editierbar):

Skala Anmerkung
Mao (1978) A = 1904 GPa, y = 5
Mao-quasi (1986) quasihydrostatische Bedingungen, y = 7.665
Mao-hydro (2000) hydrostatische Bedingungen, y = 7.715
Shen et al. (2020) internationale praktische Rubinskala, P = 1870 × Δ(1 + 5.63 Δ), Δ = (R1 − R1₀)/R1₀

Temperaturkorrektur

Die R1-Linie verschiebt sich auch mit der Temperatur. Die Gruppe Temperaturabhängigkeit (Ragan et al., 1992) korrigiert diesen Effekt anhand der gemessenen Temperatur und der Referenztemperatur; sie ist im Bereich von 50-600 K anwendbar.

  • Temperatureinheit : Kelvin oder Celsius.
  • Wie Referenz : Es wird angenommen, dass die Messtemperatur gleich der Referenztemperatur ist.
  • Aus Ragans Gleichung berechnen : R1₀ bei der gegebenen Temperatur aus Ragans Gleichung berechnen, statt den Wert manuell einzugeben.